#11

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 05.11.2009 10:10
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

Mal paar Gedanken über Feedback von seiten der Profis.

Designer sind keine Affen mit Photoshop. Fand ich sehr gut zu lesen. :-)

http://www.webwork-magazin.net/1x1-des-f...-photoshop/1087


Wir leben nur, um Schönheit zu entdecken. Alles andere ist eine Art des Wartens. Khalil Gibran
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#12

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 05.11.2009 20:35
von Eskimo | 516 Beiträge

Also bezüglich der vorangegangenen Diskussion: Ich hab vor ca 2 Jahren angefangen meine Insekten zu fotografieren. Eigentlich aus einem Zufall heraus weil ich eine riesige Kellerspinne zufällig vor der Linse hatte. Daheim am Monitor war ich dann fasziniert von den Details die man am Monitor erkennen konnte. Dann hab ich angefangen mehr zu fotografieren und hab gleichzeitig versucht die Viecher dann zu klassifizieren. Photoshop und Co haben mich berufshalber immer schon begleitet und so kam ich dann irgendwann mal hier her in dieses Forum. Also ich würde mich selber nie als Künstler oder sowas bezeichnen! Ich liebe es einfach Fotos zu machen und die dann soweit notwendig in Photoshop ein wenig zu "pimpen". Bilder in DAZ oder SL zu machen habe ich eigentlich nie wirklich gemacht. Ich finde es aber sehr entspannend mich zum Beispiel zum Monatstheme hier einfach hinzusetzen und die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren. Ich würde auch übertreiben wenn ich sagen würde ich will in mein Bild meine Gefühle oder eine gewisse Aussage reinbringen wollen. Ich versuche mich aber auf jeden Fall in neuen; mir völlig unbekannten Techniken einfach aus Neugierde heraus. Wenn ich mir das Bild dann ansehe bewerte ich es für mich selber aus dem Bauch heraus als gelungen oder um einiges öfter als "schlecht". Wenn ich das Gefühl habe es passt zum Thema und ist nicht allzu schlecht geworden stell ich es in die Galerie und übergebe es Euch um positive aber auch negative Kritiken zu bekommen. Diese versuche ich dann auch sofort im nächsten Bild umzusetzen.
Aber unterm Strich mache ish es einfach deswegen weil ich Spass dran habe und vom Alltag abschalten kann. Und das ist auch gut so! Genauso geht es mir wenn ich mir Eure Bilder ansehe die wie ich sagen muß auf recht hohem Nivou stehen. Jeder von Euch hat seinen eigenen Stil und jeder von Euch hat eine ganz eigene Note. Und genau deswegen schaue ich mir Eure Bilder so gerne an und lese mir auch alle Kritiken von den anderen.


Exercitatio artem parat

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#13

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 06.11.2009 00:14
von Opal (gelöscht)
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Irgendwo hier im Forum wurde gewünscht, dass jeder etwas über sich und seine Herangehensweise an Bilder erzählt. Ich hoffe, dies ist eine geeignete Stelle dafür (ich schließe mich da Eskimo an).

Ich fotografiere etwas bewusster, seit mein Mann mir vor über 30 Jahren eine von ihm "abgelegte" Spiegelreflex in die Hand gedrückt hat. Da wir fast immer zusammen unterwegs sind zum Fotografieren, ist es oft interessant zu sehen, wie unterschiedlich gleiche Motive auf unseren Bildern erscheinen. Er geht sehr systematisch an seine Bildkonstruktionen heran (liegt vllt. auch am Lehramt Kunst bei ihm), während ich alles aus dem Bauch raus mache, manchmal den besagten Schritt zur Seite gehe, oder in die Knie, um die Perspektive zu verändern.

Da ich ein kleiner Geizkragen bin, war die digitale Fotografie eine regelrechte Befreiung für mich - endlich munter drauflos schießen können, ohne an die Kosten zu denken (wer lacht da??). Ähnlich ging es mir auch in sl: da hab ich erst so richtig losgelegt mit der Fotografiererei, als ich gemerkt habe, dass man die Bilder auch direkt auf Festplatte speichern kann und nicht jedes für 10 L$ hochladen muss. Leider sind mir ein paar hundert Bilder zusammen mit meinem Notebook abgeraucht... *seufz*

Was die Bildbetrachtung angeht, da hab ich mir eigentlich noch nie Gedanken über eine "Systematik" gemacht, wie sie Claro weiter vorn anführt. Ich schau mir das Bild an, und alles Weitere passiert dann bei mir wohl mehr im Herz als im Hirn. Bei einigen Bildern bin ich sofort "mittendrin", kann mich einfühlen und find es einfach schön, ohne es begründen zu können. Viele Bilder sagen mir erstmal nichts, aber ich respektiere das technische Können. Und einige, nur ganz wenige, mit denen kann ich überhaupt nichts anfangen. Da geht es mir wie in einem Museum: an vielen Bildern gehe ich langsam vorbei, registriere sie, manche übersehe ich und an einigen bleibe ich fasziniert stehen und mag nicht weitergehen.

Hier im Forum finde ich so vielfältige Bilder, dass mir beim Ansehen oft der Mund offensteht vor Staunen. Langsam fange ich an, meine Kommentare abzugeben, aber das wird sicherlich noch ne ganze Weile dauern, bis ich alles gesehen habe.

Ich bin froh, dass Claro mich auf Euch aufmerksam gemacht hat.

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#14

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 06.11.2009 09:10
von Beauty Miles | 5.681 Beiträge

Deine "Heransehensweise" an Bilder ist nahezu identisch mit meiner :-) - irgendwelche Systematik würde mich dabei stören (obwohl die unterbewußt sicher auch da ist)


Ob hier oder an nem andren Ort -
die Bjuti hat immer das letzte Wort !
zuletzt bearbeitet 04.05.2010 17:07 | nach oben springen

#15

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 04.05.2010 15:52
von Sumy (gelöscht)
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Hier noch ein paar Gedanken zu dem Thread:
Kritik geben ist nicht immer so einfach, grade wenn wir keinen Zugang zu dem Werk haben. Dazu erst einmal einen Auszüg aus meinem Post über den Zusammenhang zwischen Kritik und können.

Um einen persönlichen Eindruck von einer Sache zu bekommen brauche ich kein Können. Ich muss nicht schneidern können um zu sagen, das Kleid gefällt mir nicht. Der persönliche Eindruck entsteht schnell und wird durch sehr viele unterschiedliche Faktoren bestimmt. ... Für ein konstruktives Feedback reicht es meines Erachtens aber nicht aus.
Das Kleid gefällt mir nicht, weil es zu grosse Blumen hat. Bei einer solchen Aussage wird der persönliche Eindruck verbalisiert, greiffbar und mitteilbar gemacht. ... Es bleibt zwar immer noch ein persönlicher Eindruck der aber beim Gegenüber erfahrbarer wird.
Das Kleid gefällt mir nicht, weil es zu grosse Blumen hat. Kleinere würde die Silhouette mehr betonen. Bei einer solcher Aussage, die immer noch einen persönlichen Eindruck wieder gibt wird eine Diskusionsgrundlage geschaffen, wie ein Werk verändert werden könnte, welche Wirkung dies dann haben könnte, welche Variationen möglich sind u.s.w.. ...

Nun habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie kann man das im eigenem Hirnkasten sortieren, wie komme ich von einem Gefühl zu Worten. Als Lösung könnte ich da folgendes vorschlagen. Ich unterscheide was ich sehe, was ich glaube zu sehen, und wie das auf mich wirkt. Als Beispiel folgendes:
Ich sehe einen alten Mann dessen Mundwinkel nach unten hängen.
Ich glaube er ist traurig.
Weil er so verlohren in der Szene wirkt stimmt mich auch ein wenig traurig, da ich solche Momente gut kenne.

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#16

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 04.05.2010 16:08
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

Diese drei Fragen wären ein gutes Gerüst, an dem man sich langhangeln könnte...


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#17

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 04.05.2010 17:11
von Beauty Miles | 5.681 Beiträge

ich finde dieses Herangehensweise ziemlich gut und werde sie evtl. möglicherweise vielleicht auch mal anwenden.

Aber manchmal muß ein Gefühl nicht in Worte umgesetzt werden
denn ein Gefühl ist ein Gefühl ist ein Gefühl.....

und ich mag Gefühle....


Ob hier oder an nem andren Ort -
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#18

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 07.05.2010 11:00
von Nymphi Jinx | 1.278 Beiträge

Ich denke es gibt immer 2 Betrachtungsweisen eines Bildes. Ich kann ein Bild nur von der Technik her betrachten. Welche Technik wurde angewendet und wie ist sie gelungen. Wo hängt es...was sieht nicht stimmig aus....wo sind evenz´tuell Patzer drin.

Dann kommt das Gefühl...gell Beauty :).-...ich glaube, da schwimmen wir auf der gleichen Welle. Und meine Herangehensweise ist immer das Gefühl. Weil Bilder mich berühren oder nicht. So einfach und so schwer ist das. Entweder bringen sie i mir was zum klingen oder die Musik in mir bleibt still. Das heißt dann ja aber nicht, dass das ein schlechtes Bild ist....es ist einfach nur so, dass es mich nicht berührt. Und das empfindet jeder, wie ich ja schon woanders erwähnte, Gott sei Dank anders. Und manchmal ist es schwer, genau das in Worte zu fassen...das Gefühl das man bei einem Bild nun mal hat oder nicht. Zum Ausdruck zu bringen, warum das so ist. Manchmal kann man es....und dann versuche ich es auch. Manchmal nicht...dann sag ich manchmal nichts zu dem Bild, oder eben nur, dass es mich bewegt.^^

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#19

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 07.05.2010 11:47
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

Das in-Worte-fassen der technischen Aspekte ist aber m.E. ein sehr wesentlicher Bestandteil einer Bildbetrachtung. Das ist der Teil, innerhalb dessen man sich sachlich mit einem Bild befassen kann, ohne den Ersteller zu kränken.


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#20

RE: Systematische Bildbetrachtung

in Ernsthafter schwatzen 07.05.2010 12:36
von Beauty Miles | 5.681 Beiträge

warum wird nur immer so auf der technischen Seite rumgehackt ?
Ein Bild welches mich gefühlsmäßig nicht berührt muß ich auch technisch nicht mehr analysieren.
Ich hab ja nichts gegen das Beherrschen der Technik...manchmal beherrscht die sogar mich.
Und glaubt nicht, daß Leute, die keine exakte Bildanalyse abgeben, oberflächliche Dummköpfe seien...so wird jedenfalls manchmal der Eindruck vermittelt.

Klar es gibt offensichtliche Fehler....auf die sollte man schon hinweisen aber ansonsten sind die Details eine sehr individuelle Sache und da sollte man dem Urheber auch das Recht einräumen :-)

Aber was schreibe ich..wir haben das wohl alles schonmal behandelt :-)


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