#1

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 11.06.2010 17:58
von Lano | 6.279 Beiträge

Ich muss gestehen, dass ich nur sehr wenig über die DDR weiß. Wir hatten keine 'Ost-Verwandte' und ich war nur Anfang der 80er 2 - 3x in Ost-Berlin. Daher waren meine Infos immer nur angelesen.


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#2

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 11.06.2010 18:00
von Beauty Miles | 5.682 Beiträge

frag uns nur...wir waren hautnah dabei :-)


Ob hier oder an nem andren Ort -
die Bjuti hat immer das letzte Wort !
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#3

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 11.06.2010 23:16
von Lano | 6.279 Beiträge

ich dachte eher, ich setze mich an deinen Kamin und Omma Bjuti erzählt aus der alten Zeit. :)


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#4

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 11.06.2010 23:46
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

Tante Tabs erzählt gleich mit, was willstn wissen Jungchen?


Wir leben nur, um Schönheit zu entdecken. Alles andere ist eine Art des Wartens. Khalil Gibran
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#5

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 00:26
von Nymphi Jinx | 1.278 Beiträge

*mit großen neugierigen Augen vorn Kamin setz*
Will auch zuhören....

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#6

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 07:45
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

*spricht mit gedankenverlorenem Blick*

Es war einmal ein kleines Land...

reicht erstma für heute :-P


Wir leben nur, um Schönheit zu entdecken. Alles andere ist eine Art des Wartens. Khalil Gibran
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#7

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 08:43
von Beauty Miles | 5.682 Beiträge

na das geht ja schonmal falsch los:

Es war schließlich die größte DDR auf der ganzen Welt
......und auch sonst manchmal drittgößte...zehntgrößte...ect.
jedenfalls die größte.....


Ob hier oder an nem andren Ort -
die Bjuti hat immer das letzte Wort !
zuletzt bearbeitet 12.06.2010 08:43 | nach oben springen

#8

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 09:18
von Lano | 6.279 Beiträge

Dann fang ich mal mit den Geschichten an:

Wart ihr zu DDR-Zeiten mal in Berlin? Die Eltern der damaligen Freundin meines Bruders hatten eine Wohnung in Spandau und waren immer froh, wenn da mal jemand nach dem Rechten schaute. Wegen der Wohnungsnot in West-Berlin waren leerstehende Wohnungen nicht gern gesehen. Ich hab das Angebot immer gerne angenommen, dort einige Zeit zu wohnen, und ein Besuch im Ostteil der Stadt war für mich ein etwas gruseliger Höhepunkt, besonders den Grenzübergang empfand ich immer als besonders angsteinflößend. Aber ich freute mich auf die tollen Museen auf der Museumsinsel.
Damals machte ich noch Zivildienst und hätte strenggenommen gar nicht in die DDR reisen dürfen, bin aber zum Glück nie aufgefallen. Vermutlich hat es auch einfach keine Sau interessiert. ^^

Wenn man mit dem Zug von der BRD nach West-Berlin reiste, fuhr man ja auch über spezielle Transitstrecken und der Zug hielt unterwegs nur, um Grenzsoldaten zur Kontrolle ein- und aussteigen zu lassen. Man bekam beim ersten Halt ein Durchreise-Visum und musste es dann beim zweiten Halt knapp vor Berlin wieder abgeben. Bei einer dieser Fahrten mit öffnete sich bei der Einreise die Tür zum Abteil und ein wirklich blutjunger Grenzer stieg ein und forderte uns auf, uns auszuweisen. Das Problem war nur, der junge Mann hatte einen Sprachfehler und war wirklich kaum zu verstehen. Mein Sitznachbar fragte dann nach, und der Grenzer wurde immer wütender und war dadurch immer schlechter zu verstehen. Mein Sitznachbar hatte dann auch noch einen provisorischen Ausweis für Staatenlose, was den Grenzer dann völlig überforderte, da er sowas augenscheinlich gar nicht kannte. Er wurde immer nervöser und versuchte seine eigene Unsicherheit dann durch sein immer herrischer werdendes Auftreten auszugleichen.
Und obwohl die Situation eigentlich gar nicht komisch war, durch die Anspannung in Kombination mit diesem sehr unsicheren Grenzer mit dem herrischen Auftreten waren wir alle sechs in dem Abteil dem Lachanfall nahe, aber jeder wusste genau, wenn man lacht, dann war man verloren. Also haben wir alle, die wir uns gar nicht kannten, starr auf die Wand vor uns geschaut um bloß nicht loszuprusten. Aber kaum war er dann endlich aus dem Abteil, waren wir nicht mehr zu halten. Der Grenzer hat dann jedenfalls die Visas am Ende der Fahrt nicht mehr eingesammelt und ich habe es noch heute.

*klappt das Geschichtenbuch zu*


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#9

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 10:11
von Nymphi Jinx | 1.278 Beiträge

Irgendwie erinnert mich das an die Szene in dem Film "Leben des Brian" :))) Als Cäsar spricht und die Wachen sich nicht mehr halten können vor lachen.....

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#10

RE: Lanos Wort

in Ernsthafter schwatzen 12.06.2010 10:38
von Beauty Miles | 5.682 Beiträge

Tja solch lustig-gruselige Grenzerlebnisse hatte ich nicht, denn ich war schon drin.
Und da hat sich das ganz normale Leben abgespielt und Sonneberg war für uns die Spielzeugstadt und wir haben auch nicht immer nur auf den "goldenen Westen" geschielt und manchmal (meistens) haben wir(ich) garnicht dran gedacht, daß wir im Grunde in einem Gefängnis sitzen.
Ein Urlaub in Budapest war für uns (mich) schon sowas wie Westersatz. Nur daß ich dort nicht in die Restaurants gehen konnte sondern nur draußen die Speisekarte gelesen habe - weil meine Aluchips nicht zum zahlen geeignet waren und ich wder genügend Forint geschweige den DM hatte.
Dann haben meine Eltern auf dem Campingplatz wieder die mitgebrachte Tütensuppe gekocht.
So war das....


Ob hier oder an nem andren Ort -
die Bjuti hat immer das letzte Wort !
zuletzt bearbeitet 12.06.2010 10:40 | nach oben springen


Kunst ist schön. Macht aber viel Arbeit.
Karl Valentin


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