#81

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 04.10.2010 20:09
von Nienor Savira | 1.059 Beiträge

wenn du gaanz genau hinsiehst sind an allen beinen eine kl kralle dran ^^ bei vogelspiennern fühlt man diese krallen sogar ganz leicht auf der haut wenn sie äuft.

Ja Bulben spinnen haben 2 davon ^^ damit die begattung auch sicher klappt.. denn meistens verliert das männchen einige körperteile wenn nicht sogar das leben ... einige spinnenfamilien beenden die begattung obwohl sie schon tot sind ^^ tun die gottesanbeter auch haha...

Bulbus / Bulben:
äußeres Geschlechtsmerkmal der Männchen; es handelt sich um kleine, birnenförmige Behälter, in denen die Männchen ihren Samen speichern. Über einen kleinen Samenleiter (Embolus, siehe dort), der in etwa aussieht, wie ein Stachel, wird der gespeicherte Samen bei der Verpaarung in die Geschlechtsspalte des Weibchens eingeführt. Die Bulben befinden sich an den Tasterenden. Die Form der Bulben kann arttypisch sein. Die Bulben werden daher von Experten auch zur Artenbestimmung bei Vogelspinnen herangezogen.


Lass dich nie zu einem dummen Spruch hinreissen, denn du bist pure Lyrik.

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#82

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 04.10.2010 22:20
von Atrista | 605 Beiträge

danke Nienor !!

Nachdem ich mir selbst den Namen der tapfersten Fotografin gegeben habe (habe immer fast eine Stunde gebraucht bis diese Bilder im Kasten waren und so lange war ich in höchster Nähe und Gefahr)
erkläre ich dich zur Forumsbiologin und Spinnenbeauftragte


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#83

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 04.10.2010 22:43
von Nienor Savira | 1.059 Beiträge

*lol* Atrista aber bitte nur wenn es um Spinnen geht *feix*


Lass dich nie zu einem dummen Spruch hinreissen, denn du bist pure Lyrik.

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#84

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 10.10.2010 13:38
von Atrista | 605 Beiträge

Gestern bei meiner Herbstwanderung im Lilienthal (Kaiserstuhl)



Im Hintergrund kann man noch sehr gut erkennen was die Region um den Kaiserstuhl so fruchtbar macht. Der Lössboden.
Löss besteht zum allergrößten Teil aus Schluff. Schluff wird in Regionen mit fehlender Vegetationsdecke ausgeblasen und nach einem längeren Transport (einige zehn bis mehrere hundert Kilometer) in Bereichen mit dichterer Vegetation wieder ablagert.
Der Tongehalt ist bei frischem Löss sehr variabel, 5 bis über 20 %, und kann durch Verwitterung noch ansteigen. Löss ist mit stark wechselnden Anteilen Feinsand durchmischt; dessen Anteil am Gemenge beträgt im Durchschnitt 20 %, kann aber auch höher liegen. Bei Sandgehalten über 50 %, aber noch reichlich vorhandenem Schluff spricht man von Sandlöss, der regional auch als Flottsand bezeichnet wird. Dennoch gilt Löss als gut sortiertes Sediment.
Mineralogisch besteht Löss zum größten Teil (50 % – 80 %) aus Quarzkörnern mit 8 % – 20 % kalkigen Bruchstücken. Beimengungen von Eisenhydroxiden färben Löss gelblich bis gelblich-rot.
Löss ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös, kann jedoch bei späterer Umlagerung durch Wasser eine Schichtung erhalten und wird dann Schwemmlöss genannt. Allgemein werden Sedimente, die durch Umlagerung aus Löß entstanden sind, als Lössderivate bezeichnet. Die poröse Struktur erklärt sich wahrscheinlich durch die Grasstängel, zwischen denen sich der Löss bei der Sedimentation abgesetzt hat.


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#85

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 10.10.2010 17:47
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

Hey, wir werden ja ein richtiges Wissenschafsforum! Das hast du ja wunderbar erklärt und illustriert, danke dir dafür Atrista! Ich nehm mal an, du hast extra, um uns das mit dem Löß zu erklären, das Hauptmotiv etwas nach unten gerückt und angeschnitten?


Wir leben nur, um Schönheit zu entdecken. Alles andere ist eine Art des Wartens. Khalil Gibran
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#86

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 31.10.2010 19:56
von Atrista | 605 Beiträge

Der Kaiserstuhl



Weinanbau in Terrassen

Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III., der bei Sasbach am 22. Dezember 994 einen Gerichtstag abhielt. Nach diesem Gerichtstag wurde das ganze Gebirge als "Königsstuhl" bezeichnet. Nachdem Otto III. im Mai 996 zum Kaiser gekrönt war, wurde aus dem "Königsstuhl" der "Kaiserstuhl". Nachweislich belegt ist die Bezeichnung "Kaiserstuhl" erst seit 1304. Historiker vermuten, dass der Begriff "Kaiserstuhl" nicht vor dem 13. Jahrhundert entstand.

Der Kaiserstuhl befindet sich in Südbaden zum Großteil im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, der kleine Nordteil gehört zum Landkreis Emmendingen. Innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene liegt er etwa 16 km nordwestlich der Großstadt Freiburg, direkt östlich des Rheins und etwas westlich der Dreisam. Er erhebt sich maximal 377,1 m über den Rhein unterhalb (179,5 m ü. NN) dem Stauwehr bei Burkheim.
Die Entstehung des Kaiserstuhlvulkans im Tertiär stellt sowohl den Höhepunkt als auch den Schlusspunkt der vulkanischen Aktivität im Oberrheingraben dar. Diese begann schon in der Kreidezeit und zeigt sich in zahlreichen, heute tief erodierten Vulkanschloten. Der Kaiserstuhl ist der einzige größere Vulkan aus dieser Zeit im Bereich des Grabens. Geologisch gesehen lässt sich der Kaiserstuhl in einen sedimentären und einen vulkanischen Teil gliedern.[2] Aufgrund dieser Besonderheiten wurde der Kaiserstuhl als einer der bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands ausgezeichnet.
Klimatisch zählt der Kaiserstuhl mit stellenweise mediterranem Klima zu den wärmsten Orten Deutschlands mit vergleichsweise milden Wintern und warmen bis heißen Sommern, die teilweise sogar Durchschnittstemperaturen von über 20 Grad in den Monaten Juli und August aufweisen können. Durch seine mit Löss bedeckten vulkanischen Böden ist er ein sehr gutes Weinanbaugebiet. Die klimatischen Voraussetzungen des Kaiserstuhls heben sich von seiner Umgebung deutlich ab. Er liegt im Regenschatten der Vogesen, dem Einfluss der Burgundische Pforte, und hat ein trockenheißes Klima, wie man es sonst eher im mediterranen Raum erwarten würde.


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#87

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 31.10.2010 19:59
von Atrista | 605 Beiträge

Beim Spaziergang durch die Terrassen am Kaiserstuhl sieht man noch die letzten "Roten" hängen.



Die Weinbauern am Kaiserstuhl pokern und haben Glück. Jeder Tag gibt der Traube jetzt noch ein Quäntchen mehr natürlicher Süße.


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#88

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 31.10.2010 21:13
von Rainbow | 570 Beiträge

Bin ja fototechnisch nicht ersnst zu nehmen,
aber es sind beeindruckende Bilder, Atrista,
und den erklärenden Text dazu finde ich toll.
Danke !

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#89

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 31.10.2010 21:18
von Tabea Kringelbokeh | 9.488 Beiträge

ja was wir hier lernen, finde ich auch sehr bereichernd.


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#90

RE: So habe ich es gesehen...

in Atristas Werkstatt 01.11.2010 20:46
von Atrista | 605 Beiträge

Burgruine Landeck



Feiertag in Baden-Württemberg und richtiges Burgenwetter.

Die Burgruine Landeck

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Landeck 1260. Seit 1269 nannte sich der Geroldsecker Gefolgsmann Dietrich Vogt von Landeck. Im 14. Jahrhundert gelangte die Burg in den Besitz der Freiburger Familie Snewlin. 1512 verkaufte Bastian Snewlion die Hälfte der Burg an Markgraf Christoph von Baden. 1525 wurde die Landeck von aufständischen Bauern zerstört und nicht wieder aufgebaut. Markgraf Ernst von Baden kaufte 1538 den Burgrest zusammen mit dem Dorf Köndringen. Jetzt gehören die Gemäuer dem Land. Besitzer des Grundstücks der Unterburg ist ebenfalls das Land, während das Grundstück der Oberburg Teninger Gemeindeeigentum ist.

Von oben haben Besucher einen wunderbaren Blick zum Kaiserstuhl und über die Breisgauer Bucht bis nach Freiburg und zum Schwarzwald.

Wie man hinkommt: An der B 3-Kreuzung von Emmendingen-Mundingen nach Osten in Richtung Freiamt abbiegen. Nach drei Kilometern taucht die Landeck auf. Nach der Besichtigung bieten sich Spaziergänge durch die Reben- und Waldlandschaft oder Wanderungen (Vierburgenweg) an.


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Karl Valentin


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